Deklarationspflicht für Fleisch von mehrtätigen Tiertransporten aus dem Ausland

16. März 2026
Webartikel

Nach dem Nationalrat hat sich am 5. März 2026 auch der Ständerat für die Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen für Fleisch von mehrtätigen Tiertransporten aus dem Ausland entschieden. Der Entscheid zur Motion 22.3809 von Meret Schneider fiel mit 20 zu 18 Stimmen zugunsten der Tiere aus.

Die Argumente der Grünen konnten überzeugen: Fabien Fivaz erinnerte an die oft sehr prekären Bedingungen, unter denen Tiere im Ausland transportiert werden: "Die Schweiz wendet hohe Tierschutzstandards an. Unsere Landwirtinnen und Landwirte halten sich an strenge Vorschriften bezüglich der Haltung, des Transports und der Schlachtung von Tieren, doch dies endet oft an unseren Grenzen. Ein Teil des importierten Fleisches stammt von Tieren, die mehrere Tage, manchmal sogar Wochen lang unter Bedingungen transportiert wurden, die nach Schweizer Recht schlichtweg unzulässig wären. Diese langen und strapaziösen Transporte widersprechen der Würde der Tiere. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten müssen ihre Einkäufe in voller Kenntnis der Sachlage tätigen können."

Das Geschäft ist somit an den Bundesrat überwiesen, der einen entsprechenden Gesetzesentwurf erstellen wird.