Kein lautes Feuerwerk mehr in der Stadt Bern
Die Stadt Bern will lautes Feuerwerk künftig verbieten. Der Stadtrat hat am 12. März 2026 eine entsprechende Motion mit 34 zu 27 Stimmen angenommen. Eingereicht wurde sie von Tobias Sennhauser (TIF), Judith Schenk (SP), Mirjam Arn (GB), Ronja Rennenkampff (JA) und Sofia Fisch (JUSO).
Die MotionärInnen begründen ihr Anliegen mit verschiedenen Risiken und Belastungen. Für Menschen bestehe eine Verletzungsgefahr, zudem entstünden Feinstaubemissionen und Brandrisiken. Auch Tiere litten unter Feuerwerk: Panikreaktionen könnten zu Verletzungen führen, zudem gebe es bereits heute Zonen, in denen Feuerwerk aus Tierschutzgründen verboten ist. Kritisiert werden ausserdem negative Auswirkungen auf die Umwelt, etwa durch Littering und Schadstoffe.
Auch der Bundesrat anerkennt in seiner Botschaft zur Feuerwerksinitiative die schädlichen Auswirkungen von Feuerwerk auf Mensch, Tier und Natur. Er weist darauf hin, dass Gemeinden bereits heute die Möglichkeit haben, die Nutzung von Feuerwerk einzuschränken.
In der Stadt Bern gilt bereits ein Feuerwerksverbot in der Altstadt und in der Matte. Nun muss die Stadt das entsprechende Reglement überarbeiten.
Tobias Sennhauser sagt zur Annahme: "Wir freuen uns sehr, dass der Berner Stadtrat diese Motion angenommen hat. Es war ein intensiver Prozess, aber am Ende konnten wir eine knappe Mehrheit überzeugen. Nun hoffen wir, dass auch die Feuerwerksinitiative auf Bundesebene den nötigen Rückenwind bekommt."